Starke Signale aus der Rostocker Wirtschaft
Ergebnisse der Kundenbefragung 2025 von Rostock Business
2025 hat Rostock Business gemeinsam mit der Hanse- und Universitätsstadt Rostock einen wichtigen Schritt unternommen, um die Stimme der Wirtschaft deutlich hörbarer zu machen. Erstmals seit der organisatorischen Neuausrichtung des Bereichs Wirtschaft unter der Oberbürgermeisterin, Eva-Maria Kröger, wurde ein umfassender Dialog mit den Unternehmen systematisch und digitalisiert geführt. Ziel war es, ein direkteres Bild über die Standortzufriedenheit, Herausforderungen und Zukunftspläne der Rostocker Unternehmen zu gewinnen und daraus konkrete Handlungsperspektiven für Rostock Business abzuleiten.
Hohe Beteiligung – breites Abbild der Wirtschaft
1.272 Betriebe, vom Handwerk über Dienstleistungen bis hin zur Industrie, wurden eingeladen. Mit 336 ausgefüllten Fragebögen konnte eine beachtliche Rücklaufquote von 26 % erreicht werden – ein Spitzenwert für digitale Befragungen, die meist deutlich geringere Quoten erzielen.
Bemerkenswert ist die Breite: 60 % der Antworten kamen von kleinen Betrieben mit weniger als 20 Mitarbeitenden, gleichzeitig beteiligten sich 33 große Arbeitgeber mit über 100 Beschäftigten. Damit liegt ein aussagekräftiges Bild der Rostocker Unternehmenslandschaft vor.
Stärken und Schwächen des Standortes
Die Standortzufriedenheit wurde differenziert nach Wichtigkeit und Zufriedenheit abgefragt. Ein besonders erfreuliches Ergebnis: Die Lebensqualität wird von den Unternehmen als größter Pluspunkt wahrgenommen – ein Ergebnis, das bundesweit einzigartig ist. Auch Kultur- und Freizeitangebote, die Nähe zu wissenschaftlichen Einrichtungen sowie das Schul- und Kita-Angebot wurden positiv bewertet. Kritisch gesehen werden hingegen die Fachkräfteverfügbarkeit, die Situation bei Gewerbe- und Wohnflächen sowie die Flughafenanbindung. Hier zeigt sich deutlich, wo in den kommenden Jahren strategisch angesetzt werden muss.
Arbeitskräfte – große Nachfrage trifft auf Engpässe
Fast 200 Unternehmen planen in den kommenden zwölf Monaten Neueinstellungen – insgesamt geht es um 1.822 Stellen. Besonders stark nachgefragt sind gewerblich-technische Fachkräfte sowie Mitarbeitende mit Hochschulabschluss. Gleichzeitig äußern viele Unternehmen erhebliche Sorgen, geeignete Bewerber zu finden. Dies macht deutlich: Fachkräftesicherung bleibt die zentrale Zukunftsaufgabe für Wirtschaft, Verwaltung und Netzwerke in Rostock.
Investitionen und Entwicklungsperspektiven
Die Mehrheit der Betriebe blickt optimistisch in die Zukunft. Digitalisierung, neue Produkte und Modernisierungsprojekte stehen ganz oben auf der Agenda. Zugleich gibt es eine beachtliche Zahl von Unternehmen mit Expansionsplänen: 52 Betriebe benötigen neue Gewerbeflächen, 78 weitere suchen Büro- und Laborflächen. Bereits heute sind daraus über 20 konkrete Expansionsprojekte hervorgegangen, die Rostock Business aktiv begleitet.
Bedarf nach Vernetzung und Unterstützung
Die Ergebnisse zeigen klar: Rostocker Unternehmen wünschen sich umfassende Netzwerkarbeit und enge Kooperation mit der Wirtschaftsförderung. Ob über bestehende Branchennetzwerke, Kooperationen mit Hochschulen oder Veranstaltungen wie den Immobilientag von Rostock Business– der Wunsch nach Austausch und Sichtbarkeit ist groß. Auch die Nachfrage nach klassischer Unterstützung, etwa bei Fördermitteln, Digitalisierung oder Standortfragen, bleibt hoch.
Konkrete Schritte und Ausblick
Rostock Business hat bereits begonnen, die Ergebnisse in die Praxis umzusetzen. Unternehmen mit dringenden Anliegen – etwa zu Flächen, Breitband oder Standorterweiterungen – werden direkt kontaktiert. Mittelfristig stehen Themen wie Technologietransfer, Netzwerken und Marketing im Fokus. Strategisch soll die Kundenbefragung künftig alle zwei Jahre wiederholt, um einen kontinuierlichen Wirtschaftsdialog zu etablieren.
Erkenntnisse und nächste Chancen
Die Unternehmensbefragung 2025 hat ein klares Bild gezeichnet: Rostock ist ein attraktiver Standort mit hoher Lebensqualität, aber auch mit deutlichen Aufgaben. Die hohe Beteiligung der Unternehmen ist ein starkes Signal für Dialogbereitschaft und Engagement. Nun gilt es, die gewonnenen Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen umzusetzen – gemeinsam mit Verwaltung, Politik und Wirtschaft, damit Rostock als starker Wirtschaftsstandort weiterwächst und seine Unternehmen die besten Rahmenbedingungen vorfinden.
Beitrag präsentiert von
Gesellschaft für Wirtschafts- und Technologieförderung Rostock mbH
Schweriner Str. 10/11
18069 Rostock